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Aus dem Nähkästchen geplaudert

Wir geben Näh- und Basteltipps und teilen unsere Erfahrungen mit Ihnen. Freuen Sie sich jeden Monatsbeginn auf unsere Geschichten und Anregungen! 

Ebenseer Kreuzstich

Die Geschichte im Mai     blume
 

Das Sticken ist eine alte Handarbeitskunst. Früher war der Ebenseer Kreuzstich sehr beliebt und weit verbreitet. Leider ist der Kreuzstich in den letzten Jahren aber etwas aus der Mode gekommen, was ich persönlich sehr schade finde, denn man kann wunderschöne, sehr individuelle Werkstücke damit anfertigen. Außerdem ist das Sticken eine meditative und entspannende Freizeitbeschäftigung. 

Es lassen sich nicht nur wunderschöne Tischdecken, sondern auch Kissen, Bilder und vieles mehr zu den unterschiedlichsten Themen und Anlässen anfertigen. Man kann klassisch einfärbig sticken, aber auch mehrfärbige Motive sind erlaubt. Verschiedenste Frottierwaren und Geschirrtücher können individuell mit Namen und Lieblingsmotiven bestickt und so einzigartige Präsente für Groß und Klein gestaltet werden.

Natürlich gibt es heute die tollsten Stickmaschinen, mit denen man die kompliziertesten Motive sticken kann, aber ich bin der Meinung, dass etwas Handgesticktes nach wie vor seinen einzigartigen liebenswerten Charme hat, der durch Maschinen nicht zu ersetzen ist.

Der klassische Kreuzstich wird auf zählbarem Gewebe gearbeitet und nach einem genauen Auszählmuster oder einem auf dem Grundstoff vorgedruckten Muster ausgeführt. Für diese Technik eignet sich ein Stoff, der grob gewebt ist und dessen Fäden gut zählbar sind (meist Aida- oder Leinenbindung). Für das Sticken auf zählbarem Gewebe und auf Stramin gibt es stumpfe Sticknadeln, die leicht zwischen den Gewebefäden hindurchgleiten. Beim Sticken mehrerer Kreuzstichreihen werden die Stiche der neuen Reihe in die Einstichstellen der Vorreihe geführt.

Jeder Kreuzstich besteht aus zwei Stichen, dem Grundstich und dem Deckstich. Alle Grundstiche verlaufen diagonal von links unten nach rechts oben, alle Deckstiche diagonal von links oben nach rechts unten. Man stickt immer zuerst den Grundstich und dann den Deckstich. Daher gibt es bei einem Muster immer einen Hin- und einen Rückweg (Foto 1). Beim Hinweg muss man also schon überlegen, wie man das Muster beim Rückweg vervollständigen kann, ohne dass man hinten schräg stechen muss. (Foto 2) Damit der Deckstich vorne immer in dieselbe Richtung zeigt, muss man bei manchen Stichen den Faden vorne durchziehen. (Foto 3)

Charakteristisch für den Ebenseer Kreuzstich ist, dass auch hinten alle Stiche gerade sind. Ein Kenner dieser Stickart schaut deswegen das Werkstück auch immer von hinten an und wehe, es findet sich dort ein Querstich! Ich kann mich noch erinnern, dass ich, als ich mit dem Kreuzstich begonnen habe und es sich manchmal nicht ausgegangen ist,  in meiner Not ab und zu den Faden abgeschnitten habe, damit ich ja gerade bleibe. Nach über 30 Jahren Sticken ist das aber kein Problem mehr und es funktioniert schon fast automatisch.

In der Schule haben wir noch gelernt, dass beim klassischen Ebenseer Kreuzstich die Fäden hinten ebenfalls gerade mit einer farblich passenden Nähseide vernäht werden. Dies ist eine sehr aufwändige Arbeit und lohnt sich wirklich nur bei Arbeiten, wo auch die Rückseite sichtbar ist, wie z.B. bei einem Tischtuch (Foto 4). Ich ziehe bei meinen Arbeiten den Faden hinten immer 3 bis 4 cm weit unter bereits fertigen Stichen durch und schneide ihn dann ab. Dies ist nicht ganz so zeitintensiv und hält sogar besser.

Klingt alles ein wenig kompliziert, ist es aber nicht. Ich höre zwar immer wieder: „Der Kreuzstich ist so schwer“, aber ich finde, mit ein wenig Übung ist auch der Kreuzstich keine Hexerei.

Und wer sich trotzdem nicht selbst drübertraut, hat immer noch die Möglichkeit, bei uns eine unserer liebevoll handgestickten Kostbarkeiten wie z.B. ein Taschentuchtascherl (Foto 5 und 6) oder ein besticktes Gästehandtuch zu kaufen.

Vielleicht findet ihr das richtige Muttertagsgeschenk!

Viel Freude und gutes Gelingen wünscht Romana!

 

 
 
 Das war die Geschichte vom Mai

 
 

Nostalgische Ostereier mit Naturfarben und Gräsern

 
Die Geschichte im April solohauberl
 
Schon seit vielen Jahrhunderten ist das Ei ein Symbol für neues Leben. Kein Wunder, dass man sich zu Ostern anlässlich der Auferstehung von Jesus Christus Eier schenkte. Sie wurden hauptsächlich rot bemalt, in Erinnerung an das vergossene Blut Christi.
Die geschichtliche Bedeutung der Ostereier mag in Vergessenheit geraten sein, aber die Freude an bunten und dekorativen Eiern ist geblieben. Bemalt, gekratzt, gefräst, umhäkelt, mit Perlen und Seidenbändern geschmückt, in Serviettentechnik verziert....Die Fülle der Ideen ist unerschöpflich.
Ich färbe meine Ostereier mit Naturfarben und echten Gräsern. Wie leicht das geht, möchte ich hier kurz erklären.
 
 
Wir brauchen alte Seidenstrümpfe oder Seidensöckchen, Nähseide, Schere, Naturmaterialien zum Färben...
 
Schritt 1
Hinaus in die Natur und fleißig  Blätter und Blüten sammeln! Besonders dekorativ sind Buschwindröschen, zarte Gräser,  gefiederte Blätter, Farne...
 
Schritt 2
Zuerst wird ein Sud in der gewünschten Farbe hergestellt. In einem halben Liter Wasser kocht man wahlweise Zwiebelschalen oder Kaffee auf, um braune Farbe zu erhalten. Rote Rüben oder die Schalen von roten Zwiebeln ergeben einen schönen Rotton. Für gelbliche Färbung eignet sich Kurkuma, Spinat ergibt ein blasses Grün. Es empfiehlt sich, den Sud mindestens eine halbe Stunde köcheln zu lassen.
 
Schritt 3
In der Zwischenzeit reibt man die Eier mit einem Küchentuch und etwas Essig ab. Anschließend wird eine Blüte oder ein Blatt auf das Ei gelegt und mit einem Stück Nylonstrumpf fest umhüllt. Den Strumpf bindet man auf der Rückseite des Eis mit einem Nähfaden fest ab.
 
Schritt 4
Man kann den Sud abseien, ich lasse die Blätter im Sud drinnen. Die Eier werden vorsichtig in den Farbsud gelegt und gekocht, bis sie hart sind. Sollten 10 Minuten nicht ausreichen und die Farbe noch zu blass sein, kann man sie länger nachziehen lassen.
 
Schritt 5
Abschließend werden die Eier aus dem Strumpf befreit und ordentlich abgewaschen. Das Ergebnis ist immer wieder eine Überraschung!
 
Der Farbsud kann mehrmals verwendet werden. Sollte die Herstellung jemandem zu aufwändig sein, eignen sich auch Lebensmittelfarben sehr gut. In Drogerien und Reformhäusern gibt es außerdem interessante Mischungen, mit denen man herrliche Naturfarbtöne erzeugen kann.
Diese Färbetechnik ist vielleicht etwas mühsam und zeitintensiv, aber das Ergebnis wird Sie begeistern, weil Sie Ihren Ostertisch mit wunderschönen Einzelstücken schmücken können. 
 
Viel Spaß und gutes Gelingen wünscht Inge
 
 
 
Das war die Geschichte vom April

Osterdeko wie zu Omas Zeiten

Die Geschichte im März solohauberl
 
Damit die Dekoration für Ihren wunderschönen Ostertisch zeitgerecht fertig wird, starten wir schon jetzt mit unseren Ideen. 
Bestimmt kann sich die eine oder andere von uns noch an die entzückenden  Eierhäubchen erinnern,  die früher im Handarbeitsunterricht angefertigt wurden. Die weichen Eier bleiben warm und der Ostertisch sieht damit einmal anders und sehr fröhlich aus.
Außerdem sind gefärbte Eier mit den witzigen Mützchen ein perfektes österliches Mitbringsel und machen jedes Osternest zu etwas Besonderem.
 
Anleitung:

30 Maschen anschlagen (Nadeln an die Wollstärke anpassen), auf drei Nadeln verteilen (drei Nadeln genügen bei so wenigen Maschen)
und zur Runde schließen, glatt rechts stricken. (Bild 1)
Einige Reihen – je nach Wunsch stricken, dann Farbenwechsel.
Dazu die neue Farbe im Querfaden einknüpfen (Bild 2), wieder einige Reihen glatt rechts (hier drei) stricken.
Die erste Farbe auf der Innenseite mitführen.
Farbenwechsel nach Wunsch durchführen. Weiterstricken – so lang das Eiermützchen werden soll.
An der Spitze jeweils zwei Maschen rechts zusammenstricken. Wenn die Spitze flacher sein soll, eine Runde dazwischen stricken. 
Für die letzten Maschen den Faden mit einer Näh-/Stopfnadel durch die verbleibenden Maschen fädeln und vernähen -
auch den Anfangsfaden und die Zweitfarbe. (Bild 3)
Fertig ist das Eiermützchen! (Bild 4)
Auch einfarbige oder verzierte Eiermützchen schauen recht süß aus! (Bild5)

Viel Freude beim Nachstricken!

Liebe Grüße von Maria 
 
 
 
 

Der Wow-Effekt zum Valentinstag

Die Geschichte im Februar   herz.png

Erobern Sie doch die Herzen Ihrer Liebsten mit einem schön gedeckten Tisch zum Valentinstag!

Wie geht das? Ganz einfach -  mit selbst genähten Bestecktaschen.
Sie brauchen nur ein paar Stücke Filz in Ihrer Lieblingsfarbe, Nadel und Faden oder eine Naht mit der Nähmaschine, ein paar Teilchen zum Verzieren oder wer es lieber minimalistisch mag, kann die Bestecktaschen auch ganz glatt lassen. Mit den passenden Servietten und Ihrem Feiertagsbesteck ist im Nu ein wunderschöner Tisch gedeckt!

Und noch etwas: Unbenützte Servietten bleiben in der Bestecktasche und dem Inhaber für die nächste Mahlzeit erhalten. So landet keine unbenutzte Papierserviette nach dem Abräumen des Tisches im Müll. Und wenn Sie der Umwelt etwas besonders Gutes tun wollen, benutzen Sie Stoffservietten - die sind genauso fein in einer Bestecktasche aufgehoben.

Herzliche Grüße von Elisabeth

 


 

Ihr Lieblingsfoto als Polster oder Tasche

Die Geschichte im Jänner

 

Haben Sie auch im Advent oder während der Quarantäne Zeit gehabt, Ihre Fotos anzusehen und vielleicht sogar zu sortieren?

Dann ist die Chance außerordentlich groß, dass Sie ein Foto gefunden haben, das Ihnen besonders gut gefällt. Und dann fragt man sich, wie man dieses Foto zu Hause oder als Geschenk in Szene setzen kann ...

Ich zeige Ihnen eine Möglichkeit, wie Sie mit Ihrem Lieblingsfoto ein besonderes Unikat schaffen können:

 

bildpolster

 

Ein gutes Foto ist Voraussetzung. Dann kommt die digitale Bearbeitung mit Bildausschnitt, Größe, Farbe usw.
Anschließend wandle ich die Fotodatei in eine Stickdatei um. Diese Stickarbeit hat 14 verschiedene Grautöne und ca. 60 000 Stiche -- ja, da läuft die Maschine schon einige Zeit! 

Das fertige Stickbild kann dann wie hier zu einem Polster weiterverarbeitet werden. 

Und schon hat das Lieblingsfoto einen Spitzenplatz auf der Couch ergattert :-)

Herzliche Grüße von Elisabeth

 

 

 

 

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In unseren Köpfen dreht sich alles um ein schöpferisches Schaffen - neue Dinge zu kreieren ist für uns gleichzeitig Genuss und Erlebnis.
Wir lieben unsere handgefertigten Schätze, aber wenn´s denn sein muss, trennen wir uns auch wieder davon ;-)

 

Romana

Romana Weixlbaumer
Eidenberg

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Elisabeth Pfeiler
Bad Leonfelden

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Maria Mittermair
Bad Leonfelden

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Inge Hehenberger
Puchenau

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Charlotte Zauner
Linz